Kathi und Niklas in der Notbetreuung

Verfasst von Kathi und Niklas aus Jg. 6 -

Am ersten Tag in der Notbetreuung meldet man sich im Verwaltungstrakt beim Sekretariat an. Wenn man sich dann angemeldet hat, wird man von einer Lehrerin oder einem Lehrer abgeholt und in einen Klassenraum gebracht. In den ersten 3-4 Schulstunden lernt man dort für die einzelnen Schulfächer, z.B. für Deutsch, Mathe, Englisch, Sport, Kunst oder Technik. Aber natürlich mit dem Mindestabstand zu anderen Schülern. Zwischendurch machen wir natürlich auch Pausen und gehen an die frische Luft.

Danach entscheiden wir, was wir bis zum Nachmittag machen, z.B. Tischtennis oder Passfußball mit Abstand spielen.
Wir (Kathi und Niklas) haben uns entschieden einen Bericht über den Alltag in der Notbetreuung zu schreiben.
Dazu haben wir auch noch ein paar Fragen, die wir Lehrern und Schülern gestellt haben. Auf den Fotos sind Herr Welz und Herr Brosowski im Interview zu sehen.

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Unser Interview

 

Was machen Sie, wenn Sie jetzt gar nicht unterrichten können?

Frau Heeke: "Ich bin meist zuhause und bereite dort Unterricht vor. Ich versorge meine Klassen dann mit Material. Privat bin ich gerne in Videokonferenzen mit meinen Freunden, die ich im Moment ja nicht sehen kann."

Herr Hegemann: "Ich probiere relativ viel Neues aus. Ich spreche mit Schülern in Videokonferenzen, schicke Arbeitsmaterial und drehe zum Beispiel auch Videoclips für den Unterricht."

 

Wann können wir wieder zur Schule?

Herr Brosowski: "Das ist eine sehr gute Frage! Wir warten auf Informationen vom Ministerium. Die Politiker sagen, dass alle Schülerinnen und Schüler bis zu den Sommerferien in der Schule gewesen sein sollen. Aber die genauen Pläne dafür kennen wir auch noch nicht. Ich vermute aber, dass ein normaler Alltag nach den Sommerferien noch nicht möglich sein wird."

 

Wie regeln Sie den notwendigen Abstand eigentlich im Lehrerzimmer?

Herr Hegemann: "Man muss wach und konzentriert sein. Man muss sich merken anderen nicht zu nah zu kommen und sich eben mehr aus dem Weg gehen."

Herr Welz: "Wenn ich mich im Schulgebäude oder auf dem Schulgelände bewege, trage ich einen Mundschutz. Wenn ich im Lehrerzimmer sitze, halte ich immer 2 Sitzplätze zur nächsten Person frei. Dann setze ich den Mundschutz auch ab.

 

Wie finden Sie den Alltag in der Schule während der Coronakrise?

Frau Heeke: "Langsamer und ganz anders, aber trotzdem sehr herausfordernd. Ich mache mehrfach am Tag den gleichen Unterricht für verschiedene Lerngruppen. Das ist schwierig, weil man sich gut konzentrieren muss, was man bereits in welchem Unterricht gesagt hat."

Herr Hegemann: "Sehr seltsam. Also es ist komisch hier zu sein. Aber es ist auch sehr schön hier zu sein und mit Leuten sprechen zu können - in echt, nicht per E-Mail oder Videokonferenz."

 

Wie findest du / Wie finden Sie den Unterricht zurzeit?

Herr Brosowski: " Einerseits gibt es Schüler, die digital super arbeiten können und gut mit den Aufgaben zurechtkommen. Andererseits gibt es auch Kinder, die technische Probleme zuhause haben. Ihnen fehlt der Kontakt zu den Lehrkräften und sie können weniger nachfragen.

Robin aus Jg. 10: "Ich finde es im Moment gut zur Schule zu können und nicht zuhause zu sitzen. Da wir mit weniger Schülern im Raum sitzen, ist es ruhiger und man kann sich besser konzentrieren."
Zwischenfrage von Kathi: "Wie macht ihr das mit dem Abstand in der Klasse?"
Robin: "Jeder sitzt an einem eigenen Tisch mit ausreichend Platz zu den anderen."